Noch knapp drei Monate sind es bis zur Berlin Music Week 2013. Heute schon gaben die OrganisatorInnen auf einer Pressekonferenz im Garten des Postbahnhofs einen ersten Einblick in der Programm des diesjährigen Musik-Events, das vom 4. bis 8. September in Friedrichshain-Kreuzberg und Tempelhof über die Bühne gehen wird. Projektleiter Björn Döring, Andrea Goetzke vom alltogethernow e.V., Lars Potyka vom VUT sowie Julia Gudzent und Klemens Wiese von der Agentur melt!-booking ließen keinen Zweifel daran, dass die Berlin Music Week auch in diesem Jahr ein wichtiger Termin für Bands, Fans und VertreterInnen aus der Musikbranche sein wird.

photo-3Am 5. und 6. September lädt die Berlin Music Week alle Akteure der Musikwirtschaft in das neue Festivalzentrum im Postbahnhof ein. Dort findet ‚WORD!‘ statt: das offizielle Konferenz-, Netzwerk- und Co-Working-Programm der Berlin Music Week. Erstmals legt das Konferenzprogramm in diesem Jahr den Fokus auf die Bereiche Technologie und Musik. Neue digitale Musik-Technologie – Made in Berlin – von globalen Playern wie Ableton (Gerhard Behles) und Native Instruments (Mate Galic), soll dem internationalen Fachpublikum ebenso vorgestellt werden, wie die vielfältige Online-Startup-Szene der Stadt, die unter anderem das kürzlich von Panasonic erworbene Streamingportal AUPEO! hervorgebracht hat. WORD! lädt (inter-)nationale Vertreter der Musikwirtschaft ein, von Technologieanbietern bis hin zu Musikmedien wie das Magazin de:bug. ‚„Musik, Technologie und Berlin – dieser Dreiklang hat internationale Strahlkraft. Wir wollen mit dieser neuen Ausrichtung der Konferenz der Berlin Music Week nicht das Rad neu erfinden, sondern vielmehr die bereits vorhandenen Stärken des Standorts präsentieren. Auf ein WORD! zur Berlin Music Week.“, sagt Andreas Gebhard, Geschäftsführer von newthinking communications.

PITCHFORK, VEVO + FORA DO EIXO BEI ‚WORD!‘

In einem Medienschwerpunkt diskutiert unter anderem Chris Kaskie vom Musikleitmedium Pitchfork die Rolle des Musikjournalismus im Zeitalter sozialer Medien. Unterschiedliche Verwertungsformen von Musik und Hindernisse, die durch nationale Verwertungsstrukturen entstehen können, sollen unter anderem am Beispiel des demnächst in Deutschland startenden Musikvideoportals Vevo (Eric Mackay) erläutert werden. Ein weiteres Novum, das ‘WORD!‘ in die Berlin Music Week einbringen wird ist der Konferenzteil Diversity, der neue Perspektiven aus verschiedenen Teilen der Welt auf Musikgeschäft und Musikkultur eröffnen soll: Wie die schwedische Musikwirtschaft die Entwicklung von Pirate Bay zu Spotify mit Bravour gemeistert hat (Adam Svanell), wie sich das brasilianische Konzertnetzwerk Fora Do Eixo (Andrew Dubber) mit seinen 30.000 Künstlerinnen und Künstlern ohne Geldflüsse organisiert, oder welche Rolle Musik im arabischen Frühling gespielt hat und jetzt auf dem Istanbuler Taksim Platz weiterhin spielt. 

Natürlich wird es in unterschiedlichen Workshop- und Informationsangeboten auch wieder um die Frage gehen, wie Musikschaffende und andere Akteure der Musikwirtschaft auch zukünftig nachhaltig arbeiten können. „All2gethernow bringt Musik- und Technologiekompetenz sowie die Erfahrung aus den vielen Veranstaltungen der letzten Jahre in die Kuration von ‘WORD!‘ ein. Entsprechend unseres partizipativen Ansatzes war uns darüber hinaus die Einbindung möglichst vieler guter Ideen aus einem internationalen Call for Participation in das Konferenzprogramm wichtig. Der so gewonnene Tech- und Musikthemen-Mix ermöglicht der Branche einen frischen Blick auf verfahrene und vielleicht auch unbekannte Facetten des Musikgeschäfts“, sagt Eric Eitel, Vorstand all2gethernow e.V.

INDIE IS COMING HOME!

Eine wesentliche Säule von WORD!‘ ist der Kongressteil der VUT Indie Days, veranstaltet vom Verband unabhängiger Musikunternehmen. Vom 4. bis zum 6. September ist der Postbahnhof das Zuhause der Branche und für drei Tage das Epizentrum der deutschen und internationalen Independent-Szene. Mittwoch der 4. September gehört dem VUT als Verein – unter dem Titel ‚Parliament‘ werden die Vollversammlung und die Fachgruppentreffen abgehalten.

Panel‘ lautet der Leitbegriff für den Kongressteil am Donnerstag, 5. September. Das Programm aus Workshops und Diskussionsveranstaltungen bietet Raum für verschiedene Themenschwerpunkte und Formate: Workshops mit unmittelbaren Bezug zur Unternehmenspraxis wird es ebenso geben wie Inputs zu übergeordneten Themen und überraschende Blicke über den eigene Tellerrand. Hochkarätige Speaker aus der internationalen Indie-Szene werden die globale Perspektive vorstellen.

Products‘ bildet den dritten Teil der VUT Indie Days: Am Donnerstag und Freitag laden großzügige Flächen, Präsentationsinseln und Co-Working-Spaces zur Zusammenarbeit, Austausch und Vernetzung ein. Direkte Ansprechpartner aus allen relevanten Brancheninstitutionen werden vor Ort sein. Kuratierte Matching-Sessions mit nationalen und internationalen Branchengrößen werden für den Freitag angeboten.

And one more thing …‘, (Steve Jobs): Die VUT Indie Days 2013 werden mit einer Weltpremiere enden: Bei der Abschlussparty am Freitag, 6. September, wird erstmalig DER deutsche Indiepreis verliehen. In sechs Kategorien werden Indies mit VIA! Den VUT Indie Awards ausgezeichnet. Einziges Kriterium im Auswahlverfahren ist die schiere Großartigkeit.

Weitere Berichte zur Pressekonferenz: Musikwoche Musikmarkt