Die #a2n_werkstatt gastiert in diesem Jahr am 6. und am 7. September in der noisy Musicworld in Berlin Friedrichshain. Seit elf Jahren bietet das Musikhaus verschiedene Dienstleistungen für Musiker an. Proberäume, Equipment, Know-How und ein umfassendes Musiknetzwerk, all das bekommt man in der noisy Musicworld aus einer Hand. Auf diese Weise hat sich noisy über die letzten elf Jahre zu einem wichtigen Anlaufpunkt für Musiker aus der ganzen Welt entwickelt. Einen besseren Ort hätte man sich für die #a2n_werkstatt nicht wünschen können. Im Interview mit #a2n_blog erklärt noisy Projektleiter ROBERT WITOSCHEK, warum die noisy Musicworld und die all2gethernow sich gar nicht so unähnlich sind, und verrät, was die Besucher der #a2n_werkstatt in den noisy Remix Labs erwartet. 

Warum stellt die noisy Musicworld ihre Räume für die #all2gethernow_werkstatt zur Verfügung?

Die Zusammenarbeit mit der all2gethernow bot sich schon allein wegen des Charakters der noisy Musicworld an: Noisy ist eine Schnittstelle zwischen Musikern und dem Musikbusiness. Wir begleiten Musiker auf ihrem Weg vom Amateur zum Profi. Hinzu kommt, dass das Gebäude für sich genommen schon ein wichtiger Treffpunkt für das Musikbusiness, Musiker, Produzenten und Konsumenten ist.

Liegt es auch daran, dass ihr einen ähnlichen Ansatz habt?

Richtig. Wie die all2gethernow sind wir davon überzeugt, dass Musik in einem Netzwerk am besten funktioniert. Alle Akteure, die in der noisy Musicworld untergebracht sind, arbeiten zusammen. Über die Jahre sind wir auf diese Weise zu einer Anlaufstelle für Musiker aus der ganzen Welt geworden. Nachwuchsbands, lokalen Bands bis hin zu Internationalen Acts wie CITIZENS, LIARS, FEHLFARBEN, I AM DYNAMITE, ZAKI IBRAHIM, GORILLA BISCUITS nutzen unser Angebot.

Ihr stellt ja nicht nur die Räume zur Verfügung, sondern bietet zusammen mit der #a2n_werkstatt auch eigene Workshops an. Was wird in diesen vermittelt? 

Unsere Workshops drehen sich um verschiedene Fragen des Musikmachens: Recording, Songwriting, Performance und dein Einsatz digitaler und analoger Instrumente. Dabei geht es uns darum,  dass die Besucher der Workshops nicht nur zuschauen, sondern auch mitmachen können. Sie können hier und da mitspielen, Knöpfe drücken und von den Profis lernen, wie’s geht. Hierfür haben wir eine Palette verschiedenster Worshops vorbereitet,  die alle unter dem Titel “Remix Labs” laufen und die den noisy Rooms stattfinden werden. Die Berliner Newcomer-Band KOOL THING haben wir zum Beispiel zu einer Liveprobe eingeladen.

Wie wird diese ablaufen?

KOOL THING proben einen Song und zerlegen ihn dann in seine Einzelteile. Auf diese Weise können die Besucher Arrangement, Komposition, Instrumentierung und Umsetzung Schritt für Schritt nachvollziehen und ihre Fragen an die Band loswerden.

Was muss ich mir unter dem Workshop “Silent Proberaum” vorstellen? Im Proberaum ist es ja eigentlich immer laut.

Die Firma Roland, einer unserer Equipment-Partner bei der noisy Academy, wird einen Proberaum mit ausschließlich digitalen Instrumenten wie V-Guitars, V-Drums und Synthesizer einrichten. Mit diesen Instrumenten können die Besucher jammen, proben und aufnehmen. Das alles läuft über Kopfhörer und kann über ein digitales Ministudio aufgenommen werden, das über ein Mischpult mit den Instrumenten verbunden ist. Ein Experte von Roland wird auch vor Ort sein, um bei Fragen zu helfen und die Bedienung der verschiedenen Geräte zu erklären.

Das heißt wenn ich einen Track habe, kann ich vorbeikommen und ihn aufnehmen?

Genau!

Der berühmte Breakbeats-Produzent und DJ BOB HUMID macht auch einen Workshop?

Richtig. Der Workshop trägt den Titel: “How To: Elektronic Liveset + Live Visuals Bob Humid + Claire Lampion”. Bei dem Workshop geht es um die Arbeit mit Visuals, Loops, Effekten und Samples im Live-Einsatz. Es wird eine Performance geben, bei der die Zuschauer einsteigen können, indem sie Loops einstreuen, Sequenzen programmieren, abspielen, filtern und modulieren.

Warum habt ihr einen Workshop, der sich Drum-Computern widmet?

Weil Drum-Computer früher ausschließlich der elektronischen Musik vorbehalten waren, aber auch hier die Grenzen aufbrechen. Künstler, die aus dem elektronischen Bereich kommen, sollen einen Input bekommen, wie man Humanized Beats programmiert  und einspielt. Neulinge hingegen sollen lernen, mit den Geräten umzugehen.

Werden die Grundlagen, die bei der a2n vermittelt werden, auch bei der noisy Academy vermittelt?

Richtig. Die Kurse der noisy Academy drehen sich um die Themen Fundraising und Sponsoring, Musikwirtschaft und Urheberrecht, Filmmusik, Recording und die digtiale Revolution.