Wenn auch meist nicht so wahr genommen, war Musikkonsum stets mehr als Hören. Ob Tanzen, Poster aufhängen, Credits analysieren, seine Sammlung organisieren, Compilation-Tapes/Playlists erstellen – das alles ist Musikkonsum.
Die meisten der physischen Aspekte gehen mit Download und Streaming weitgehend verloren. Dabei sind die Möglichkeiten des Konsums sind größer denn je: Download, Streaming, Apps, Discovery, Games, Remixes, eigene Musikproduktion, Gestaltung eigener Websites – dem Nutzer bietet sich eine vielfach segmentierte Spielfläche. Es ist ein Spielraum, dessen verschiedene Dimensionen zerrissen sind und selten einen einfachen, fokussierten Zugang bieten.
Trotz einer nie gekannten Flut an Metadaten (oder gerade deswegen?) verschwinden Downloads auf kontinuierlich mehr fassenden Speichermedien. Verschwindet mit der Digitalisierung so auch die Identifikation mit der Musik?  Wie sind die einzelnen Elemente des Musikkonsums wieder stärker miteinander zu verschränken? Wie sollten sie beschaffen sein, um diese Verschränkung zu unterstützen? Wie wird diese Grundfragestellung mit Blick auf digitale Plattformen/Anwendungen angegangen?

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Samstag 05.11.2011 | Kater Holzig Kino| 13:30 - 14:30
Musikkonsum von morgen
//Diskussion //
Moderation: Wolfgang Senges | all2gethernow e.V./ContentSphere
**Stephan Baumann | Deutsches Forschungszentrum
für Künstliche Intelligenz (DFKI)
**Lars Baumann | Schüler | DJ
**Christophe Stoll | precious |2nd rec
**Felix Schramm | Rammstein Management
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Lars Baumann, geb. 1993, besucht zurzeit das Rittersberg Gymasium inKaiserslautern und versucht täglich dem Mainstream zu entgehen.Durch seinen Vater musikalisch verseucht ist er seit mittlerweile 18 Jahren Musikenthusiast und momentan der elektronischen Tanzmusik unterworfen. Ihn interessieren die sozialen und kulturellen Einflüsse der Medien insbesondere der Musik und deren Zukunft.

 

 

 

 

 

Stephan Baumann, geb. 1963, studierte Informatik an der TU Kaiserslautern und promovierte am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und IRCAM/Paris zum Thema Artificial Listening Systems. Neben seiner Tätigkeit in der Grundlagenforschung war er mehrfach an Ausgründungen aus dem Institutsumfeld beteiligt. Er leitet das Kompetenzzentrum Computational Culture am DFKI in Berlin und berät europaweit technologieintensive Startups.
Er interessiert sich neben Algorithmus Design für den Begriff des “post-digitalen/neo-analogen Zeitalters”. Mit seinem Trio spielt er immer noch handgemachte elektronische Tanzmusik und verbrennt nennenswerte Summen privaten Geldes durch den Erwerb von CDs.

http://www.dfki.de/~baumann
http://www.dresdner-zukunftsforum.de
http://mecallemand.de


Christophe Stoll, Designer und Musiker, betreibt seit 2005 gemeinsam mit Johannes Schardt das Designstudio precious in Hamburg. Sie entwickeln Designstrategien, Interaktionskonzepte und visuelle Sprachen für digitale Produkte und Services. Ihr Kundenportfolio umfasst sowohl kleine Startups als auch internationale Marken. Zudem schreiben sie für diverse Design-Publikationen und veranstalten Workshops rund um Produktinnovation.

 

 

Felix Schramm, arbeitete erst als Konzepter und war später verantwortlich für das Community Buildingder Universal Music Group. Heute betreut sein Team und er das Marketing verschiedener Bands undMarkenartikler. Er ist Co- Autor des vierteljährlich gemeinsam mit de Trendforschungsagentur Trendonepublizierten Band- Trendreport.

 

 

 

 

 

Wolfgang Senges ist unter ContentSphere.de freiberuflich tätig als Berater im Bereich Strategie, PR & Marketing für Independent Artists und Music Startups. Als Kurator ist er tätig für die all2gethernow; zu seinen Kunden zählen u.a. pierlane GmbH und Zoe.LeelA. Zudem schreibt er für den Blog neumusik.com.
www.songpier.com
www.contentsphere.de
www.neumusik.com