Berlin Music Week WORD! präsentiert: 

PANEL „Daft Punk, Jai Paul, and the Death of Music Journalism“

DeathofMusicJournalism_1Mehr als je zuvor steht die Musikwelt des Jahres 2013 im Zeichen spektakulär durchgeführter, bis ins kleinste Detail geplanter und Aufsehen erregender PR-Kampagnen – man denke an DAFT PUNK, BOARDS OF CANADA oder KANYE WEST, aber auch an ein Ereignis, wie die scheinbar unerwünscht auf Bandcamp veröffentlichten Demos des englischen Musikers JAI PAUL. Mehr denn je scheinen PR-Firmen und Plattenlabels die Agenda der Berichterstattung über Musik wie selbstverständlich zu bestimmen.

Die Frage ist daher: Wo steht der Musikjournalismus heute?

Ist unabhängiges Schreiben über Musik überhaupt noch möglich? Angesichts der als notwendig erachteten Jagd auf Klicks und höhere Auflage, ist klärungsbedürftig wie viel Raum überhaupt noch bleiben kann für Kritik und Kontextualisierung, für eine tatsächliche Abgrenzung der JournalistInnen zu immer weiter ausgreifenden, subtiler konstruierten Marketingstrategien der Musikindustrie. Ebenso muss anders herum gefragt werden, was sich die andere Seite – MusikerInnen, DJs, PromoterInnen, Labels – von der Kritik noch versprechen mag. Ist eine solche überhaupt noch notwendig angesichts der Ubiquität kostenlos verfügbarer Musik dank Torrents und Streaming Services?

Darüber diskutieren am 5. September RUTH SAXELBY (Dummy), ALEXANDRA DROENER (DJ, Promoter), MELISSA TAYLOR (Tailored Communication), FRANCINE GORMAN (Ja Ja Ja Music/The Line Of Best Fit) und JOHN DORAN (Quietus). Weitere TeilnehmerInnen folgen. Moderiert wird das Panel von HENNING LAHMANN (No Fear Of Pop).

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WORD!, 5/6 September 2013, Postbahnhof, Straße der Pariser Kommune 8, Berlin-Friedrichshain

WORD! wird kuratiert von all2gethernow e.V. & newthinking

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